Probleme um Teslas Model 3: Zu wenige Einheiten, zu viele Fehler

Model 3 (Bild: Tesla)

Tesla läuft noch immer seinen Idealen hinterher. Nicht nur produziert der Elektroauto-Pionier nach wie vor zu wenige Einheiten des Mittelklassewagens Model 3. Auch Berichte von fehlerhaft gefertigten Teilen machen noch immer die Runde. Verkompliziert wird die Situation durch den Umstand, dass zuletzt immer mehr Führungskräfte den Konzern verlassen haben.

Das Magazin Bloomberg schätzt, dass Tesla derzeit rund 737 Einheiten des Model 3 fertigt. Wie wenig das ist, zeigt ein Blick auf die Prognosen des Elektroauto-Herstellers. Im Juli letzten Jahres hatte Tesla vorausgesagt, bis Ende 2017 rund 5.000 Exemplare des Mittelklassewagens pro Woche übers Band rollen zu lassen. Doch weder dieses noch niedriger gesteckte Ziele konnte der Konzern erfüllen. Selbst die letzte ausgerufene Agenda konnte Tesla offenbar nicht einhalten. Das Unternehmen hatte zuletzt erklärt, bis zum Ende des laufenden ersten Quartals am 31. März rund 2.500 Wagen pro Woche zu fertigen.

Derweil warten immer mehr Autofahrer auf ihre bestellten Autos. Bereits mehr als 400.000 Kunden warten auf ihr Model 3. Deutschen Autofahrern hatte Tesla zuletzt mitgeteilt, dass sie auf ihre Fahrzeuge bis 2019 warten müssen.

Tesla zu schlampig?

Zu den verfehlten Produktionszielen gesellen sich Defizite in der Produktqualität, die wohl wesentlich für das erstere Problem verantwortlich sind. Wie der US-amerikanische Fernsehsender CNBC bereits letzte Woche berichtet hatte, produziert Tesla nach wie vor und immer mehr fehlerhafte Teile für das Model 3. Der Sender beruft sich auf aktuelle und ehemalige Konzern-Mitarbeiter, denen zufolge 40 Prozent der im Werk Fremont gefertigten Teile kostspielig verbessert werden müssen. Tesla dementiert diesen und ähnliche Berichte. Jedes Fahrzeug würde mehr als 500 Qualitätstests durchlaufe, heißt es. Die meisten Probleme seien gering und könnten in wenigen Minuten behoben werden.

Als wären der Probleme nicht genug, muss sich Tesla auch noch mit Personalproblemen herumplagen. Offenbar hat der Konzern Schwierigkeiten damit, seine Führungskräfte zu halten. Wie ebenfalls aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht, hätten zuletzt “eine Reihe von Managern” die Firma verlassen, darunter eine “überraschende Zahl” aus Teslas Finanzabteilung.

Tags :Quellen:CNBC Bloomberg
  1. Wie sagt man so schön…. “Man bekommt immer das was man bezahlt”……… natürlich nicht als Kunde, da wird der Schrott nochmals vom Händler vergoldet.
    Aber als Hersteller muss man auch für gute Qualität den Angestellten gutes Gehalt zahlen, aber bei der Gewinnmaximierung und klugen Taschenrechnern in den Teppichetagen möchte man lieber seinen Jahresbonus maximieren und irgendwann läuft´s wie gerade bei Tesla und die schuldigen Ratten verlassen als erste das sinkende Schiff……. dazu kommen noch diese absolut unrealistische Hyperloop Geschichte wo Geld verbrannt wird.

    Am Ende wird sich zeigen ob zu viel “Zukunftsspielerei” dem Laden das Genick bricht, ich hoffe nicht, dann ich würde gerne ein Model 3 fahren, hatte sogar eines vorbestellt, aber nachdem ich erste Berichte aus Amerika gelesen habe, hab ich die Bestellung storniert und mein Geld wieder erhalten. Eine gute Entscheidung wie ich jetzt finde.

    Ich warte lieber noch bis Tesla es auf die Reihe bekommt und diese “Rohrpost” beerdigt.

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