#deletefacebook: WhatsApp-Gründer Brian Acton rät, Facebook zu löschen

Facebook (Bild: Facebook)

Inmitten der Debatte über den Datenskandal rund um Facebook und die Datenanalysefirma Cambridge Analytica wächst die Kritik an das soziale Netzwerk immer weiter. Der WhatsApp-Gründer Brian Acton - auch kein großer Fan von Facebook - rät den Nutzern sogar explizit, die Plattform zu verlassen.

Actons Beitrag zur Diskussion über den vielkritisierten Umgang Facebooks mit den Kundendaten ist kurz, dafür umso eindeutiger: “Es ist Zeit. #deletefacebook”, schreibt der Software-Entwickler in einem Eintrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter und rät damit den Facebook-Nutzern, ihre Konten zu löschen.

Facebook steht derzeit einmal mehr wegen seines laxen Umgangs mit Kundendaten in der Kritik. Vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass es dem privaten Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica im Jahr 2014 gelungen war, an die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern zu gelangen. Die Informationen sollen dafür verwendet worden sein, die US-Wahl 2016 zugunsten des derzeitigen Präsidenten Donald Trump zu manipulieren.

Cambridge Analytica bestreitet die Vorwürfe. Die Kundendaten sollen nicht für den US-Wahlkampf eingesetzt worden sein. Facebook sieht sich als Opfer der ganzen Angelegenheit. “Das gesamte Unternehmen ist entsetzt darüber, dass wir hintergangen wurden”, hieß es in einer Mitteilung. Man werde alles dafür tun, um die Daten der Kunden zu schützen.

Facebook unter Druck

Etliche Nutzer wollen sich damit nicht beschwichtigen lassen. Immer mehr Menschen kündigen an, ihren Facebook-Account zu löschen. Von den Aktionären kommt auch keine Rückendeckung. Im Gegenteil, sie haben Klage eingereicht. Sie werfen Facebook vor, getäuscht worden zu sein. Die Aktie des Konzerns ist zuletzt massiv eingebrochen. An der Börse verlor Facebook 50 Milliarden Dollar an Unternehmenswert. Länder wie die USA, Großbritannien aber auch das EU-Parlament fordern von Firmenchef Mark Zuckerberg, über die Hintergründe Datenskandal Auskunft zu geben und zu erklären, wie es mit der Datensicherheit der Facebook-Nutzer bestellt ist.

Brian Acton verließ letztes Jahr WhatsApp und den Facebook-Konzern, um eine Non-Profit-Organisation ins Leben rufen. Ende Februar war bekanntgeworden, dass er mit einer Stiftung namens Signal Foundation den Krypto-Messenger Signal unterstützt. Für ihre Arbeit hat der Entwickler 50 Millionen US-Dollar gespendet.

Tags :Quellen:Twitter/Brian Acton

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