Digitalverband verteidigt Facebook

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Ist dem sozialen Netzwerk noch zu trauen oder handelt es sich im Grunde genommen um ein asoziales Netzwerk? Im Daten-Skandal um Facebook hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) das weltgrößte soziale nNetzwerk gegen Kritik in Schutz genommen.

„Es handelt sich um kriminelles Verhalten von Cambridge Analytica, die Daten wurden ohne Wissen oder Zustimmung von Facebook entwendet und von Cambridge Analytica genutzt“, sagte der Leiter Digitalpolitik & Public Affairs im BVDW, Joachim Jobi, dem Handelsblatt. „Dies ist kriminelles Verhalten, das man nie ganz ausschließen kann, das ist auch in der analogen Welt so.“

Mit Blick auf das Krisenmanagement lobte Jobi die Reaktion von Facebook. Der Konzern habe die internen Richtlinien verschärft und auch versprochen, die Kontrolle dauerhaft zu intensivieren. „Der Übeltäter ist Cambridge Analytica – dieser sollte wegen dieses krassen Fehlverhaltens bestraft werden“, forderte der BVDW-Experte.

Der Verband wandte sich zugleich gegen Forderungen nach schärferen Datenschutzgesetzen. „Das ist reiner Populismus“, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt. Weder die ab Mai geltende europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) noch die geplante ePrivacy-Verordnung, mit der sich Internetnutzer künftig gegen die Verarbeitung ihrer Kommunikationsdaten wehren können sollen, seien dafür die richtigen Instrumente und sollten „nicht zulasten der gesamten Digitalen Wirtschaft missbraucht werden dürfen“.

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