Datenskandal: Facebook-Chef Mark Zuckerberg entschuldigt sich über Printmedien

Mark Zuckerberg auf der F8 2017 (Bild: Facebook)

Das Ausmaß der Krise, in der sich Facebook seit dem Datenmissbrauchsskandal befindet, zeigt sich auch am Ausmaß der Entschuldigungen und Versprechen, die der Konzern seither ausgesprochen hat. Die letzte Aktion von Firmenchaf Mark Zuckerberg: Um Kunden und Investoren zu besänftigen, hat er sich in mehreren britischen und US-Zeitungen im Namen seines Unternehmens entschuldigt.

Der Text, den sich Zuckerberg und Co. haben einfallen lassen, lautet folgendermaßen: “Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen. Wenn wir das nicht können, haben wir es nicht verdient”. Unter dem fett unterstrichenen Text folgen Zeilen, die zum einen auf den Hergang des Datenmissbrauchs eingehen und zum anderen die Eigenverantwortung – entgegen der Aussage am Anfang des Textes – von Facebook weisen.

Täter und Opfer aus Sicht von Facebook

Der Tenor der Zeilen: Wir sind bei der ganzen Sache selbst Opfer. Unser Fehler war nur, dass wir allzu gutgläubig waren. Demnach habe die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica, die Facebook in den Anzeigen freilich nicht beim Namen nennt, das Vertrauen des Konzerns missbraucht. Ich einer Ich-Form entschuldigt sich Zuckerberg im Namen seines Unternehmens, seinerzeit nicht mehr unternommen zu haben. Das werde sich in Zukunft ändern, denn: “Wir ergreifen Maßnahmen, um sicherzugehen, dass so etwas nicht wieder vorkommt.”

Der Text wurde in mehreren britischen und US-Zeitungen veröffentlicht, darunter der “Observer” und die “Sunday Times” sowie die “Washington Post” und die “New York Times”.

Vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass das private Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica vor rund vier Jahren an die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern gelangt war. Die Informationen sollen dafür verwendet worden sein, die US-Wahl 2016 zugunsten des derzeitigen Präsidenten Donald Trump zu manipulieren.

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  1. Praktisch Alle schnüffeln (legal, halblegal, scheißegal)!
    Leider werden nur wenige dabei erwischt!
    Dagegen müsste der / die EU Gesetzgeber horrende Strafen an die Hersteller schnüffelnde Hardware + Software in EU Gesetzen verankern!
    Ggf. auch Jahrelange Vertriebsverbote.
    Besonders gegen die USA Firmen, die am Meisten schnüffeln.

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