Nach tödlichem Unfall: Uber einigt sich mit Hinterbliebenen des Opfers

Vor wenigen Tagen sorgte der US-Fahrdienstleister Uber für Aufsehen, nachdem eines seiner autonom fahrenden Autos eine 49 Jahre alte Frau tödlich überfahren hatte. Elaine Herzberg hinterlässt Ehemann und Tochter, denen das Startup eine Abfindung gezahlt hat.

Laut einem Bericht des Nachrichtenblatts The Guardian habe Uber mit der Familie einen Vergleich erzielt. Die Parteien hätten sich geeinigt, teilte die Anwältin der Hinterbliebenen mit. Über die Höhe der Abfindung hat sie sich verschwiegen. Ehemann und Tochter von Herzberg würden keine weiteren Erklärungen abgeben.

Der Unfall hatte sich am Sonntag, den 18. März gegen 22 Uhr Ortszeit in Tempe, Arizona ereignet. Wenige Tage später veröffentlichte die örtliche Polizei ein Video, auf dem der Unfallhergang zu sehen ist. Es zeigt, wie eine Frau beim Überqueren der Straße vom selbstfahrenden Uber-Auto erfasst wird. Die Person am Steuer, ebenfalls eine Frau, hatte wenige Augenblicke vor dem Aufprall nach unten geschaut.

Wer ist schuld?

Unfall-Fahrzeug war ein Volvo XC 90. Die Schuld sieht das Unternehmen Apriv, das Uber mit Radar- und Kamerasystemen zuliefert, jedoch beim Fahrdienstleister. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Sicherheitssysteme des Autos während des Unfalls deaktiviert waren. Vom Fahrdienstleister liegt hierzu noch keine Stellungnahme vor.

Tags :Quellen:The Guardian
  1. “Es teigt, wie eine Frau beim Überqueren der Straße vom selbstfahrenden Uber-Auto erfasst wird.”

    Davon abgesehen, dass “zeigt” falsch geschrieben ist, frage ich mich, ob ihr das Video gesehen habt, welches die Polizei veröffentlich hat, es zeigt nämlich gerade das nicht.
    Das Video zeigt den Fahrtverlauf zuerst mit Fokus auf die Außenkamera/Dashcam des Fahrzeugs bis kurz vor dem Zusammenstoß und anschließend die Innenaufnahmen mit der Reaktion des Insassin während der Kollision.

      1. Offensichtlich. Die Kommentare werden scheinbar auch nicht gelesen, oder man ist schon im Wochenende, sonst wäre der Fehler korrigiert :D

  2. Schuld an dem Vorfall ist die Getötete selbst.
    Auf den verfügbaren Bilder / Videos hatte das Fahrrad keine Beleuchtung an, trotz Dunkelheit.
    Nach (deutschen) StVO eindeutiger Grund mindestens für grobes Mitverschulden.
    Eigentlich müssen die Hinterbliebenen- Erben den Blechschaden an dem Fahrzeug bezahlen!

    Eine Einigung / Wiedergutmachung steht den Hinterbliebenen nicht zu,
    wurde aber nur gezahlt weil das Volk das Ganze emotional hysterisch verarbeitet.
    Die Hinterbliebenen trotzdem zu bezahlen hat den strategischen Zweck die ruhig zu halten, damit die großartige Idee von selbstfahrenden Fahrzeugen nicht zusätzlich behindert und verzögert wird.

    Und die Firma Volvo + Mobileye kann nicht mitschuldig sein, weil Uber deren Sicherheitssysteme u.a. mit Lidar abschaltete. Fahrzeug fuhr nur mit Uber eigenen Software.

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