Schießerei: Erschreckendes Massaker in YouTube-Zentrale

(Bild: Rego Korosi, Flickr)

In der Zentrale des Videodienstes YouTube im kalifornischen San Bruno war es gestern zu einer Schießerei mit tödlichem Ausgang gekommen. Eine Frau hatte ums sich geschossen und dabei mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. Anschließend richtete sie sich selbst.

Laut Medienberichten wurde die Täterin als 38 Jahre alte Frau aus San Diego identifiziert. Sie habe im Hauptquartier von YouTube mit einer Handfeuerwaffe um sich geschossen. Dabei wurden drei Personen verletzt. Ein Mann befindet sich in kritischem Zustand. Anschließend richtete die Frau die Waffe gegen sich. Ihre Leiche wurde im Innern des YouTube-Gebäudes gefunden.

Über die Hintergründe der Tat hatte es in den letzten Stunden unterschiedliche Berichte gegeben. Zunächst hieß es, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben könnte. Angeblich habe die Frau im YouTube-Gebäude einen bestimmten Mitarbeiter gesucht, auf den sie das Feuer eröffnet habe. Wenig später kam es zu der Meldung, dass sie aus Wut gegen den Videodienst gehandelt habe.

Wie aus dem Bericht des Nachrichtenportals Mercury News hervorgeht, habe der Vater der Täterin, Ismail Aghdam, der Polizei gesagt, dass seine Tochter YouTube hasse. Der Videodienst habe ihre Videos auf der Plattform zensiert und gestoppt. Bis dahin hätte sie auf dem Portal regelmäßig Content veröffentlicht und damit Geld verdient.

Wachsender Frust einer Aktivistin

Dem Vater zufolge sei seine Tochter eine engagierte Aktivistin und Tierschützerin gewesen. Als Jugendliche habe sie nicht einmal Insekten töten können, die sie mit Papier aus dem Haus geschafft habe. Laut Mercury News soll sie sogar eine Wohltätigkeitsorganisation gegründet haben, die sich gegen Gewalt gegen Tiere und Umwelt engagierte. Ihre Überzeugungen habe sie auch in den Videos zum Ausdruck gebracht, die sie auf Plattformen wie YouTube, Instagram und Facebook veröffentlichte. Dem Blatt zufolge könne man in den letzten Videos die “wachsende Frustration” der Bloggerin sehen.

Auf dem Campus der Google-Tochter YouTube in San Bruno arbeiten etwa 1.700 Menschen. Das Gelände um das Hauptquartier war zwischenzeitlich abgeriegelt worden. Google-Chef Sundar Pichai bezeichnete den Vorfall als “schrecklichen Akt der Gewalt”. US-Präsident Donald Trump postete auf Twitter, dass seine “Gedanken und Gebete” bei denen seien, die in die Tat verwickelt seien. Er danke der Polizei und den Ersthelfern vor Ort.

Tags :Quellen:Mercury NewsTwitter/Donald Trump

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