Protestbrief: Google-Mitarbeiter wollen Zusammenarbeit mit Pentagon beenden

Google (Bild: ZDNet.de)

Google-Chef Sundar Pichai wird von seinen eigenen Mitarbeitern unter Druck gesetzt. Viele von ihnen fordern den Unternehmer in einer Petition auf, die Zusammenarbeit Googles mit dem US-Verteidigungsministerium hinsichtlich eines Drohnen-Projekts zu beenden.

In einem Schreiben, das unter anderem dem Nachrichtenmagazin New York Times vorliegt, protestieren Google-Mitarbeiter dagegen, dass der Internet-Konzern dem Pentagon die Technologie für Militärdrohnen liefere. Konkret wenden sie sich gegen das Projekt “Maven”, das bereits seit Anfang 2017 existiert, allerdings erst im März dieses Jahres publik wurde. Bei dem Programm nutzt das Pentagon die von Google bereitgestellte Technologie der Künstlichen Intelligenz, um die Daten von Drohnen zu analysieren.

Google soll nicht böse sein

Zwar hatte Google seinen Mitarbeitern ehedem zugesichert, dass der Konzern dem US-Militär keine Technologie liefern werde, mit deren Hilfe Waffen abgefeuert würden. Dennoch sehen etliche von ihnen in der Zusammenarbeit mit dem Pentagon das Motto Googles untergraben, das da lautet: “Don’t be evil”, “sei nicht böse”. “Lieber Sundar, wir glauben, dass Google nicht am Geschäft mit dem Krieg teilnehmen sollte”, heißt es entsprechend in der Petition. “Aus diesem Grund fordern wir, dass das Projekt Maven gestoppt wird und Google eine klare Politik entwickelt, verkündet und umsetzt, die gewährleistet, dass weder Google noch seine Vertragspartner sich je an der Entwicklung von Kriegstechnologie beteiligen.”

Wie viele der mehr als 70.000 Mitarbeiter des Internetpioniers sich mit dieser Forderung identifizieren, ist nicht bekannt. Unterschrieben haben den Protestbrief jedenfalls bereits rund 3.100 Personen.

Tags :Quellen:New York Times

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