Spotify baut kostenlose Version seines Streaming-Dienstes um

Bild: Spotify

Nach dem Börsengang vor wenigen Tagen steht Spotify kurz vor einem massiven Relaunch der kostenfreien Variante seines Musikdienstes. Der Grund: Der weltweit erfolgreichste Streaming-Dienst braucht noch mehr Nutzer, die über den werbefinanzierten Dienst zur kostenpflichtigen Premium-Version wechseln könnten.

Wie das Wirtschaftsmagazin Bloomberg unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen berichtet, will Spotify seinen kostenlosen Musikdienst übersichtlicher gestalten. Die Plattform soll für die Nutzer einfacher zu bedienen sein. Zudem sollen diese auf eine größere Funktionspalette zugreifen können.

Vor allem ziele die Neugestaltung auf die mobile Version des Dienstes, so Bloomberg weiter. Eine der Neuerungen soll dem Blatt zufolge ein schnellerer Zugriff auf die Playlisten sein. Zudem soll der Nutzer mehr Kontrolle über die zu spielenden Songs aus der Playliste bekommen. Weitere Details zum Relaunch werde Spotify in wenigen Wochen bekanntgeben, so Bloomberg.

Spotify ist seit seinem Börsengang am 3. April dieses Jahres mehr denn je auf die Akquise weiterer Kunden angewiesen, um seine Investoren halten. Vor allem gilt es für den Musikstreaming-Dienst, die Zahl seiner zahlenden Kunden zu erhöhen. Die Abonnenten von Spotify machen nicht einmal die Hälfte der Gesamtnutzer der Plattform aus, sorgen aber für rund 90 Prozent des Gesamtumsatzes. Der lag letztes Jahr bei etwas mehr als vier Milliarden US-Dollar.

Durch eine attraktivere Seite sollen offenbar zunächst neue Kunden für die kostenlose Variante angeworben werden, die für viele ein Sprungbrett für die Premium-Version ist.

Spotify wächst weiter

Spotify zählte im ersten Quartal dieses Jahres weltweit insgesamt gut 170 Millionen Nutzer. Von ihnen verwenden 74,5 Millionen Kunden die Premium-Version. Die Zahl Gesamtnutzer will Spotify bis Ende 2018 auf rund 203 Millionen Mitglieder hochschrauben, der Premium-Dienst soll dann gut 94 Millionen Kunden umfassen.

Während Spotify mit diesem Geschäftsmodell bisher recht erfolgreich gefahren ist, steht der schwedische Konzern damit andererseits seit je her in der Kritik der Musikindustrie. Die fordert unter anderem, dass der Betreiber die Musikauswahl für die nichtzahlenden Mitglieder reduziert. Spotify weigert sich, an dem Modell etwas zu ändern, da die Konkurrenz dem Konzern im Nacken sitzt. Vor allem muss der Streaming-Dienst gegen die gut ausgestattete und kostenfreie Video-Plattform YouTube bestehen.

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