US-Aufseher alarmiert: Hat Tesla seine Unfallstatistiken geschönt?

Model 3 (Bild: Tesla)

Der Elektroautobauer Tesla hat angeblich seine Statistiken zu Unfällen am Arbeitsplatz frisiert. Weshalb der Konzern von Elon Musk nun ins Visier von US-Aufsehern geraten ist.

Die zur US-Medienorganisation Center for Investigative Reporting gehörende Website Reveal hatte am 16. April berichtet, dass Tesla die Statistiken zu Unfällen und Verletzungen in seiner Fabrik im kalifornischen Fremont geschönt habe. Die Seite beruft sich in ihrem Bericht auf Mitarbeiter des Elektroauto-Herstellers.

Unter anderem hätte ein Mitarbeiter über Kopfschmerzen geklagt, nachdem er im Fremont-Werk mit giftigem Klebstoff gearbeitet hatte. Ein weiterer Vorwurf: Tesla stelle die Sicherheit der Mitarbeiter hinter das Ziel, das nötige Produktionsvolumen zu erreichen.

Der Elektroauto-Konzern hat nach wie vor Probleme damit, die Produktion seines Mittelklassewagens Model 3 anzukurbeln. Um die Produktionszahl zu erhöhen, hat Tesla zuletzt hunderte weitere Mitarbeiter eingestellt. Die Fertigung des Model 3 soll rund um die Uhr laufen, um das Volumen bis Ende Juni auf wöchentlich 6.000 gefertigte Autos zu erhöhen.

Untersuchung eingeleitet

Die für die Arbeitssicherheit zuständige Behörde von Kalifornien habe eigenen Aussagen zufolge im Zusammenhang der Vorwürfe eine Untersuchung eingeleitet. Man nehme die Berichte über Gefahren am Arbeitsplatz ernst, heißt es seitens einer Sprecherin am Mittwoch.

Tesla weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Der Konzern spricht von einer “Desinformations-Kampagne”. Dahinter steckten die Interessen der Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW).

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