Aufgepasst: Millionen Hotelzimmer-Türen lassen sich hacken

Schlüsselkarten von Hotels können mit einfachsten Mitteln gehackt werden, wie Forscher von F-Secure zeigten. Sie brauchten nur wenige Minuten, um die eigentlich abgeschlossenen Zimmer zu öffnen.

F-Secure hat eine Lücke in den Zugangssystemen von Hotelketten gefunden, die es total einfach macht, verschlossene Türen mittels Keycard zu öffnen. Das Schließsystem Vision by VingCard des Herstellers Assa Abloy hat ein Problem. Zum Glück informierten die Forscher den Hersteller vor der Publikation ihrer Informationen, so dass dieser Software-Updates mit Bugfixes veröffentlichen konnte, die das Problem beheben. Ob alle Hotels dies eingespielt haben?

Die Sicherheitsexperten nutzten bei ihrem Angriff gewöhnliche elektronische Schlüsselkarten des Hotels. Diese waren teilweise längst abgelaufen, ausgemustert oder dienten lediglich dem Zugang zu Garagen oder Abstellräumen. Anhand der Informationen auf dem Schlüssel konnten die Experten jedoch einen Hauptschlüssel mit Zugangsberechtigungen generieren, um so jeden Raum im Gebäude öffnen zu können.

Das Interesse der Mitarbeiter von F-Secure an Hotelschlössern wurde bereits vor etwa 15 Jahren geweckt, als das Notebook eines Kollegen während einer Sicherheitskonferenz in Berlin aus einem Hotelzimmer entwendet wurde. Als die Experten den Diebstahl meldeten, wies das Hotelpersonal die Beschwerde zurück, da es weder Zeichen eines gewaltsamen Eindringens noch Beweise für unbefugten Zugriff in den Zutrittsprotokollen gab. Die Forscher beschlossen, dem Problem auf den Grund zu gehen und nahmen eine Hotellösung unter die Lupe, die für Qualität und hohe Sicherheitsstandards bekannt ist. Erst bei einer Untersuchung des gesamten Systemdesigns wurde deutlich: Werden mehrere kleinere Schwachstellen kombiniert, kann ein Angriff durchgeführt werden. Die Analyse dauerte mehrere tausend Stunden und einige Trial-and-Error-Versuche, um letztlich zum Erfolg zu führen.

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  1. Auch die meisten Hotelschlösser dürften Master Keys eingebaut haben, u.a. für Geheimdienste .
    Assa-Abloy ist eine schwedische Firma, aber Schweden ist sehr USA Wünschen hörig und willig.
    Z.B. Nobelpreis ohne Leistung an Obama, oder Represalien gegen Julian Paul Assange, usw.

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