Zu Gast im Akustik-Labor: Headset-Hersteller Jabra öffnet seine heiligen Hallen

Im Rahmen der Produktvorstellung des neuen In-Ear-Kopfhörers 65e hat Headset-Hersteller Jabra erstmals die Tore des Headquarters in Kopenhagen einem ausgewählten Kreis von Journalisten geöffnet. Wir von Übergizmo waren mit dabei, erhielten einen exklusiven Blick in das Testlabor von Jabra und erfuhren mehr über die Hintergründe und Vision der dänische Brand.

Die Augen schließen, Kopfhörer aufziehen und die Welt um uns herum mit all ihrer Hektik für einen kurzen Moment hinter sich lassen – diese Mission hat sich die dänische Brand Jabra seit Jahren auf die Fahne geschrieben. Mit neuartigen In-Ear-Konzepten und aktiver Geräuschunterdrückung versprechen die Produkte von Jabra eine maximale Abschottung von Außengeräuschen – sei es im Großraumbüro, in der Einkaufsstraße oder S-Bahn. Gleichzeitig soll natürlich auch immer die Sound- und Sprachqualität des Headphones von allen höchsten Standards zeugen.
 
Sind wir mal ehrlich: Diese Versprechen hören wir von nahezu allen Herstellern. Wie will Jabra also alle diese Standards einhalten können? Seit unserem Besuch in Kopenhagen wissen wir aber, dass Jabra die Qualität ihrer Produkte äußerst ernst nimmt. So haben sich die Dänen in ihrem Headquarter ein unabhängiges Testlabor gegönnt, das ihre Headsets und Freisprechanlagen auf Herz und Nieren testen: Sei es in vollständig schalldichten Kammern, Räumen in denen die Lärmkulissen von Großraumbüros simuliert werden oder ein Windkanal, in dem die Geräusch-Einflüsse beim Joggen nachvollzogen werden können. Sogar ein Auto haben sich die Dänen zum Testen der Sprach- und Soundqualität in das Labor stellen lassen. Apropos Testen: Letzten Monat durften wir uns bereits von dem Jabra Elite 65t überzeugen. Den Testbericht findet ihr hier.
 

Kein Schnick-Schnack: Jabra setzt auf Funktionalität

Dennoch stellten auch wir uns während des Events die Frage: Was unterscheidet Jabra denn jetzt von den anderen Headset-Herstellern? Schnell wurde uns klar, dass Jabra zumindest nicht denselben Fehler begeht, an dem so viele andere Hersteller bisher scheitern: Sie versuchen nicht Apple zu imitieren. „Die meisten Brands haben ein sehr modisches Design“, weiß auch Calum MacDougall, Senior Vice President Marketing von Jabra. „Unser Design basiert mehr auf der Technologie und Funktionalität. Wir sind eben auch ein Sound- und Technologie-Unternehmen. Da bleiben wir uns treu und ich bin mir sicher, dass es da draußen eine große Gruppe von Menschen gibt, die sich eben speziell für die Technologie von Headsets interessiert.“ Aus ästhetischen Gründen hätte man beim 65t auch auf die übermäßige Anzahl von Löchern zur Aufnahme von Umgebungsgeräuschen auf der Außenseite verzichten können. Dafür hätte man allerdings Abstriche bei der Perfomance machen müssen, weshalb man sich am Ende auf die höhere Menge an Löchern einigte.

Calum MacDougall von Jabra is sich sicher: Sprachassistenten sind die Zukunft von Headsets (Bild: Konstantin Krieg/Übergizmo)

Mit Sprachassistenten durch den Flughafen

Die Kopenhagener Soundspezialisten sehen sich auch für die Zukunft bestens gerüstet. Das Stichwort, welches zurzeit auch andere Branchen gewaltig aufwirbelt lautet: Sprachassistenten. „Wir können uns eine Welt vorstellen, in der Headphones zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens werden“, ist sich MacDougall sicher. „Mit den Headsets regulieren wir die Geräusche um dich herum, du hörst Musik oder telefonierst und wir lassen dich, wo auch immer du bist, mit deinem Sprachassistenten interagieren. Zum Beispiel bist du auf dem Weg zum Flughafen und der Sprachassistent navigiert dich über das Headset zu deinem Gate, sagt dir ob der Flug pünktlich abfliegt, ob du noch Zeit für einen Kaffee hast und wo sich das nächste Café befindet.“
 
Um diese Vision zu realisieren, arbeitet Jabra eng mit den großen Anbietern von Google, Apple und Amazon zusammen. „Unser Job ist es, die perfekte Hardware zu liefern. Gerade im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit des Headsets und die Integration der Services. Wir wollen es so simpel wie möglich machen: Einfach nur die Headphones aus der Box nehmen und sofort mit Alexa oder Siri sprechen.“
 
Jabra hat also die Zeichen der Zeit erkannt und setzt vor allem auf technische, statt modische Lösungen. Wir sind gespannt, was da in Zukunft noch kommen mag. Bis dahin: Kopfhörer auf, Welt aus!

Quelle Titelbild: Jabra

  1. Die übermäßige Verwendung von Anglizismen (Brand, Headquarter), lassen den sonst Recht guten Bericht leider etwas albern wirken.
    Vlt nehmt ihr euch ein Beispiel an Jabra, die auf ultra Hippies Design (Anglizismen) verzichten, zugunsten höherer technischer Qualität (Informationsgehalt)

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