Mehr Elektroautos bedeuten weniger Jobs in Deutschland

Bild: BMW Beck-Heimspeicher

Wenn sich die Elektroauto-Technik durchsetzt, wird in der Fertigung viel weniger Personal als bisher benötigt, vor allem bei den Zulieferern könnte so manches Licht ausgehen, so eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation.

Die Studie “Wirkungen der Fahrzeugelektrifizierung auf die Beschäftigung am Standort Deutschland (ELAB)” des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO zeigt, dass in Deutschland durch Elektrifizierung und Produktivitätssteigerungen 75.000 Arbeitsplätze in der Antriebstechnik wegfallen könnten, wobei hier die Forscher sogar schon die rund 25.000 neuen Stellen eingerechnet haben, die bei der Fertigung für Komponenten wie Batterien oder Leistungselektronik entstehen könnten. Nun wird sicherlich nicht jeder Motorenbauer auf einmal Elektrotechnik beherrschen. Wenn man diese Zahl allerdings einmal ins Verhältnis zu der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland mit mehr als 44 Millionen setzt, wird schnell deutlich, dass dieser mögliche Arbeitsplatzverlust insgesamt gering sei.

Die Automobilindustrie in Deutschland zählt rund 840.000 Beschäftigte, darunter rund ca. 210.000 in der Herstellung von Antriebssträngen.

Jörg Hofmann, erster Vorsitzender der IG Metall, warnte dennoch vor Angstmacherei. “Die Herausforderung ist groß, aber zu bewältigen, wenn jetzt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden”, betonte Hofmann. “Die Politik muss den notwendigen Strukturwandel in der Automobilindustrie durch zielgerichtete Industrie- und Beschäftigungspolitik flankieren, die Unternehmen müssen vor allem mit einer massiven Qualifizierungsoffensive dafür sorgen, dass die Beschäftigten in diesem Wandel nicht unter die Räder kommen.”

Initiiert wurde die Studie von IG Metall, BMW, Volkswagen, Daimler, Robert Bosch, ZF Friedrichshafen, Schaeffler, Mahle International sowie dem Verband der Automobilindustrie.

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