Smartphone-Akkuverbrauch entlarvt angeblich, wo ihr euch befindet

Nicht nur GPS und Google wissen, wo du dich gerade aufhältst, auch Forscher der Stanford University können mit einem eigens entwickelten Verfahren die meisten Smartphones orten.  Dazu verfolgen sie den Stromverbrauch eines Geräts, da Mobiltelefone mehr Energie brauchen, je weiter sie von der Mobilfunk-Basisstation entfernt sind.

Den Forschern zufolge genügen die Stromverbrauchsdaten, um ein Gerät zu orten. Der Energiebedarf von Apps würde das Ergebnis natürlich stark verfälschen, darum haben die Wissenschaftler diese Faktoren mithilfe maschinellen Lernens herausgefiltert.

“Der Gesamtstromverbrauch eines Telefons hat durch die Vielzahl an Komponenten und Anwendungen, die gleichzeitig Energie benötigen, sehr viele Hintergrundgeräusche”, schreiben Yan Michalevsky, Dan Boneh und Aaron Schulman von der Fakultät für Computerwissenschaften in ihrem Bericht. “Wir zeigen jedoch, wie es durch die Verwendung von Machine-Learning-Techniken möglich ist, den Standort abzuleiten.”

Den Wissenschaftlern ist es zudem gelungen, einen PowerSpy genannten Virus zu programmieren, der in zwei Drittel aller Versuche in der Lage war, den genauen Standort eines Nutzers zu ermitteln. Die bösartige App benötigte dafür keine Rechte für den Zugriff auf GPS, WLAN, Mobilfunknetz oder andere Standortdaten – sie fragte lediglich nach einem Netzwerkzugang und Zugriff auf Daten über den Akkuverbrauch.

“Das sind häufig benutzte Berechtigungen für Anwendungen, die wahrscheinlich auf Seiten des Opfers keinen Verdacht wecken”, so die Forscher weiter. “Durch das Auslesen des Stromverbrauchs über einen Zeitraum von wenigen Minuten kann eine Anwendung den Standort eines Nutzers erkennen.”

Getestet wurde das Verfahren unter realen Bedingungen mit Smartphones mit einem erheblichen Marktanteil. Die Technik lasse sich durch weitere Daten noch verfeinern, heißt es weiter in dem Bericht.

Darüber hinaus fordern die Forscher einen besseren Schutz für die Privatsphäre von Smartphone-Besitzern. “Unsere Arbeit zeigt, dass die Sicherheit verbessert werden muss, bevor man Anwendungen von Drittanbietern den Zugriff auf Sensoren gestattet.”

Ihre Tests haben die Forscher unter anderem mit den Google-Smartphones Nexus 4 und Nexus 5 durchgeführt. Schon im Vorwort ihrer Studie betonen sie allerdings, dass alle “modernen Mobilplattformen” betroffen sind, die es Anwendungen erlauben, “den Stromverbrauch eines Mobiltelefons auszulesen”.

Das Smartphone und der Akku

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Akku-Tipps für Windows Phone
Auch für Windows Phone gelten sämtliche genannte Modifikationen, sofern im System möglich. Zu allererst sollte also der Stromsparmodus (Anwendungsliste -> Einstellungen -> Stromsparmodus -> Ab 20 Prozent Akkuladestand oder bis zum nächsten Laden aktivieren) aktiviert werden, der den automatischen Empfang von E-Mails oder Kalenderupdates enischränkt, die Aktualisierung einiger Live Tiles abschaltet und Anwendungen im Hintergrund nicht weiter ausführt.

Außerdem lohnt es sich in Anbetracht der Akkulaufzeit Funkverbindungen gezielt abzuschalten, die Helligkeit herabzuregeln und Push-Meldungen auf festgelegte Intervalle zu beschränken. Das System durch Updates aktuell zu halten, Apps manuell zu beenden und nicht nur zu schließen sowie die Zeit vor dem Ausschalten des Bildschirms zu verkürzen und einen dunklen Hintergrund zu verwenden sollte auch unter Windows Phone berücksichtigt werden.

Abschließend sei noch erwähnt, dass sich mit neuen Betriebssystemen auch die Energiesparmöglichkeiten ändern können.
Tags :Quellen:Bild: ShutterstockVia:Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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