Microsoft sendet Windows 10-Installer auch ohne Reservierung an PCs

Windows 10-Installer Benachrichtigung (Bild: Microsoft)

Vor dem Start von Windows 10 Ende Juli wurden die meisten Computerbesitzer öfter mit der Benachrichtigung behelligt, sich das neue Betriebssystem reservieren und somit kostenlos sichern zu können. Doch wie ein Nutzer nun bemerkt hat, schickt Microsoft den mehrere Gigabyte großen Windows 10-Installer auch an Nutzer, die nicht reserviert haben - ungefragt.

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Windows Vista erschien am 30. Januar 2007 und stellte sich als einer der größten Misserfolge unter den Windows-Betriebssystemn heraus. Die Haupkritikpunkte betrafen Kompatibilität, Performance, Hardwareanforderungen und Digitals Rights Management. Vista enthielt das sogennante Aero-Interface mit visuellen Effekten wie Transparenz und ein redesigntes Startmenü.
Bild: ZDNet.com

Microsoft treibt seine Bemühungen voran, Windows 10 möglichst schnell und großflächig am Markt durchzusetzen. Wer sich nicht gleich von dem Upgrade überzeugen ließ, wird vielleicht den Wechsel wagen, wenn er nur noch wenige Klicks entfernt liegt. So zumindest kommt es uns vor, wenn wir von der Meldung eines Windows-Nutzers hörten, der den Windows 10-Installer bereits auf seinem PC fand, ohne ihn zu wollen. Microsoft bestätigte das Vorgehen gegenüber The Inquirer.

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„Für Personen, die automatische Aktualisierungen über Windows Update aktiviert haben, machen wir Upgrade-fähige Geräte bereit für Windows 10, indem wir die Dateien herunterladen, die sie benötigen, falls sie sich für ein Upgrade entscheiden“, erklärte Microsoft. „Wenn das Upgrade bereit ist, wird der Kunde darauf hingewiesen, Windows 10 auf dem Gerät zu installieren.“

Falls man ohnehin ein Upgrade auf das neue Betriebssystem plant, ist dies ein praktisches Feature. Aber wenn man mit seiner bestehenden Windows-Installation zufrieden ist, birgt Microsoft beherzter Vorstoß einige mögliche Nachteile.

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Zum einen wird durch den Download der über 3 GByte großen Installationsdateien Bandbreite verbraucht, was vor allem bei Internetverbindungen mit einer Begrenzung für ungedrosseltes Datenvolumen ärgerlich ist. Natürlich nehmen die Dateien dann auch entsprechend viel Speicherplatz auf der Festplatte ein. Vor allem aber wird der Nutzer zuvor nicht nach seiner Einwilligung gefragt, ob die Installationsdateien überhaupt heruntergeladen werden dürfen. Hinzu kommt ein mit der Zeit nerviger Hinweis auf das bereitstehende Upgrade nach jedem Systemneustart.

Zwar bietet Microsoft auf seiner Support-Website eine Anleitung zum Verwalten von Benachrichtungs- und Upgradeoptionen für Windows 10 an. Doch Normalnutzer werden davon in den meisten Fällen keine Kenntnis haben.

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Selbstverständlich ist Microsoft bemüht, den Wechsel auf Windows 10 für Nutzer so einfach wie möglich zu gestalten. Außerdem will es natürlich möglichst viele Anwender dazu bewegen, sein neuestes Betriebssystem zu nutzen. Jedoch dürfte sich die ungefragte Verteilung für nicht wechselwillige Nutzer wie ein Zwangsupdate anfühlen, das nicht mehr hilfreich ist, sondern den Anwender bevormundet.

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Tags :Quellen:The InquirerVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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