Nikon stellt spiegellose Vollformatkameras vor

Nikon Z7

Nikon stellt heute ein neues spiegelloses Kamerasystem vorgestellt, das mit einem neuen Bajonett und neuen Objektiven den Platzhirschen Sony und Olympus Feuer machen soll. Das Z-Bajonett hat einen besonders großen Durchmesser, weshalb auch sehr lichtstarke Objektive entwickelt werden können.

Im ersten Schritt umfasst das neue Nikon-System die spiegellosen Vollformatkameras Z 7 und Z 6 und drei Objektive. Zudem erweitert der Bajonettadapter FTZ die Kompatibilität auf Nikkor-Objektive mit F-Bajonettanschluss – also die von den bisherigen Spiegelreflexkameras mit Vollformatsensor.

Die Z 7 und die Z 6 sind jeweils mit einem neuen Vollformatsensor ausgestattet. In beiden Fällen handelt es sich um CMOS-Sensoren mit rückwärtiger Belichtung (BSI) und integriertem Autofokus mit Phasenerkennung (PDAF). Die Kameras unterscheiden sich durch ihre Sensorauflösung und den Autofokus. Die Z 7 besitzt 493 Fokusmessfelder, bei der Z 6 sind es 273.

Nikon Z7

Nikon Z7

Bei der Z 7 sind es 45,7 Megapixel mit einem Empfindlichkeitsspielraum von ISO 64 bis 25.600. Die Z 6 kommt auf eine Auflösung von 24,5 Megapixel und arbeitet im Bereich ISO 100 – 51200. Eine Erweiterung ISO 32 bzw. ISO 102400 und bei der Z 6 sogar auf ISO 204800 ist möglich. Serienaufnahme gelingen mit ca. 9 Bilder/s (Z 7) und 12 Bilder/s (Z 6).

Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras ist bei spiegellosen Kameras kein optischer Sucher vorhanden. Doch der elektronische Sucher der Z 7 und der Z 6 soll fast ebenso gut sein. Im Inneren arbeitet ein OLED-Display mit 3,69 Millionen Bildpunkten. Beide Kameras verfügen zudem über einen klappbaren LCD-Monitor mit Touch-Funktion und 3,2 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 2,1 Millionen Bildpunkten.

Nikon Z7

Nikon Z7

Mit der Z 7 und der Z 6 können nicht nur 4K-UHD-Filme im Vollformat (3840 x 2160) mit 30p aufgenommen werden, sondern auch Full-HD-Filme mit 120p. Schärfere 4K-UHD-Filme werden dank des Auslesens aller Pixel erreicht. Das Original-N-Log von Nikon kann auch mit 10-Bit-HDMI-Ausgabe verwendet werden. Die Kameras nutzen einen Dynamikumfang von 12 Lichtwertstufen, um Lichter und Schatten mit feinster Tonwertabstufung aufzuzeichnen.

Die Z 7 und Z 6 verfügen über einen in die Kamera integrierten Bildstabilisator (VR). Der Bildstabilisator kompensiert Bewegungen über fünf Achsen. Die Wirksamkeit des Bildstabilisators entspricht einer um ca. 5,0 Lichtwertstufen kürzeren Belichtungszeit gegenüber dem abgeschalteten Modul. Die Funktion kann auch mit Objektiven benutzt werden, die an den Bajonettadapter FTZ angeschlossen werden.

Die Nikon Z 7 ist voraussichtlich ab Ende September 2018 und die Nikon Z 6 ab Ende November 2018 im Handel erhältlich. Die Nikon Z7 soll mit Adapter rund 3.850 Euro kosten. Im Set mit dem Zoomobjektiv 24-70 mm F4 S werden 4.300 Euro verlangt. Kommt dann noch der FTZ-Adapter mit in die Einkaufstüte, müssen 4.450 Euro über die Ladentheke geschoben werden.

Nikon Z7

Nikon Z7


Die Z6 mit Adapter und Standardzoom kostet 3050 Euro, mit Zoom 24-70 mm 1:4 S aber ohne Adapter 2.900 Euro und nur der Body mit Adapter wird 2.450 Euro kosten.

Nikon hat zudem die Objektive Z 35 mm F1.8 S für 950 Euro sowie das Z 50 mm F1.8 S für 680 Euro und das besagte Z 24-70 mm F4 S für 1100 Euro angekündigt. Nikon plant die Entwicklung viele neuer Objektive. Für 2019 und 2020 wurden jeweils sechs neue Objektive geplant, für 2021 sogar acht.

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