Driften im eigenen Wohnzimmer – Sturmkind Dr!ft Autos im Test

Als Kind der 90er Jahre ist man nicht an Carrera Bahnen, Hot Wheels Pisten und sonstigen Autorennbahnen vorbeigekommen. Umso interessanter ist es nun diese Autorennen in der heutigen Zeit mit einem Produkt wie Sturmkinds Dr!ft zu sehen.

Sturmkind Drift

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Die Autos

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Einfache Handhabung  (Bild: Übergizmo)Relativ teuer
 (Bild: Übergizmo)Realistische Fahrweise  (Bild: Übergizmo)Kein kompetitiver Modus
 (Bild: Übergizmo)Keine weiteren Teile notwendig  

Die Dr!ft Autos wurden Ende 2016 über ein Kickstarter finanziert. Es handelt sich hierbei um kleine ferngesteuerte Autos im Maßstab von 1:43, welche sich wie ein echtes Auto steuern lassen. Beim Begriff Drift handelt es sich um eine aus dem Rennsport stammende Fahrtechnik, bei welcher man durch kontrolliertes Gas geben die Hinterachse ausbrechen lässt damit das Auto sich in einer Längsachse bewegt.

Im Gegensatz zu einer Carrera Bahn benötigt man zum Steuern der Fahrzeuge keine gesonderte Fernbedienung. Die Dr!ft Autos werden nämlich mit dem eigenen Smartphone gekoppelt und gesteuert. Die Verbindung zu den Autos geschieht über Bluetooth. Ein bekannter Konkurrent Anki Overdrive wird ebenfalls mit einem Smartphone bedient, allerdings werden dort Streckenteile benötigt auf welchen die Autos fahren können. Die Dr!ft Autos lassen sich auf allen glatten Oberflächen fahren.

Das Dr!ft Auto von der Seite

Einrichtung der Dr!ft Autos

Bei uns wurde für die Einrichtung der Fahrzeuge ein iPhone 7 und ein Honor Play verwendet. Nach dem Start der App werdet Ihr aufgefordert euch einmalig zu registrieren. Ist dies geschehen wird keine weitere Internetverbindung mehr benötigt. Der Account kann an mehreren Smartphones gleichzeitig genutzt werden. Wir haben uns somit nur einmal registriert und den Account an beiden Geräten für die unterschiedlichen Dr!ft Autos benutzt.

Bei unserem ersten Versuch den Flitzer mit dem iPhone zu verbinden ist dies aus unbekannten Gründen fehlgeschlagen. Das Auto wurde in diesem Fall einfach nicht gefunden. Ein Neustart des Telefons hat allerdings schon geholfen. Ebenfalls kam es bei unserem Test mit dem Honor Play einmal zu einem Verbindungsabbruch während eines Rennens, welches durch einen Neustart der App wieder behoben wurde.

Zum einschalten der Dr!ft Autos drückt man einen kleinen Knopf an der Unterseite des Autos für 2 Sekunden. Nach dem Einschalten dreht sich der Antrieb in der Mitte einmal im Kreis zur Kalibrierung. Ist dies geschehen kann man das Auto bereits mit dem Handy verbinden und loslegen.

Driften im Wohnzimmer

Das Handy spielt neben Dr!ft Fahrzeug selbst eine zentrale Rolle. Das Smartphone verwandelt sich in das Autocockpit mit allen wichtigen Funktionen. Ein Start Knopf startet den Motor, ein weiterer Button schaltet das Licht an und aus und ein weiterer Knopf schaltet in den Rückwärtsgang. Um Gas zu geben tippt man auf die rechte Displayhälfte und um zu Bremsen auf die linke. Je höher man auf das Touchscreen tippt, desto schneller fährt auch euer Auto bzw. desto stärker bremst Ihr euer Auto ab.

Das Smartphone dient nicht nur zur Steuerung, sondern gibt Euch ein haptisches Feedback bei vollem Lenkeinschlag sowie den Sound Eures 550 oder 565PS starken Motors aus. Im Hauptmenü gibt es zudem noch einige Einstellungsmöglichkeiten. Das Fahrverhalten lässt sich in einen Arcade und in einen Rennmodus schalten. In den Drift Einstellungen habt Ihr die Wahl zwischen einem Arcade und einem Pro Modus. Wie man es auch diversen Rennvideospielen kennt verändern diese Einstellungen das Fahrverhalten des Autos massiv.

Einstellmöglichkeiten

Ohne jemals ein 550 PS Auto in echt gefahren zu haben, gefällt uns das Fahrverhalten der Autos. Insbesondere durch die vielen Einstellungsmöglichkeiten ist ein Einstieg für jeden Anfänger sowie Profi problemlos möglich. Man muss noch dazu sagen, dass die Autos nicht wirklich driften. Sie werden von einem Motor in der Mitte angetrieben und es erscheint einem so, als würde das Heck ausbrechen.

Die zum Auto zugehörige Dr!ft App bietet zum momentanen Zeitpunkt zwei Spielfunktionen. Einen freien Drift Modus sowie ein Rennen. Bei den in der App eingebauten Spielmodi ist es leider nicht möglich sich mit weiteren Autos zu verbinden, um über die App ein kompetitives Rennen zu fahren.

Die Autos haben eine Laufzeit von ungefähr 40 Minuten. Nach einer halben Stunde an der Steckdose ist die kleine Rennschüssel auch wieder voll aufgeladen. Aufladen könnt Ihr Sie mit einem beiliegenden Micro USB Kabel.

Ein selbstgebauter Rundkurs

Fazit: Sturmkind Dr!ft

Die kleinen ferngesteuerten Autos gehören für uns zu den lustigsten Gadgets, die wir in diesem Jahr getestet haben. Besonders bei einem Rennen zu zweit durch die Wohnung mit selbst gebauten Hindernissen kommt der große Spaß auf. Ein halber Stern wird für den relativ hohen Preis und dem fehlenden kompetitiven Modus abgezogen. Die Autos sind für einen UVP von EUR 199,00 bzw rund EUR 170,00 auf diversen Händlerseiten zu haben. Wer vor diesem recht hohen Preis nicht zurückschreckt, sollte diesen Autos definitiv eine Chance geben.

Das Produkt wurde uns für einen Test leihweise zur Verfügung gestellt. Das Produkt wurde somit nach Veröffentlichung des Testberichts wieder zurück geschickt.

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