Smart Home: Tipps & Tricks für Einsteiger

Als Digital Native ist es für mich leicht über Themen wie Smart Home und seine Anwendungsbereiche zu schreiben. Das geht aber nicht allen so. Meine Eltern sind beispielsweise von Alexa begeistert, wissen aber nicht genau, was sie damit machen sollen. Deshalb: Hier kommt der passende Smart Home Guide für Einsteiger.

Zum Finale des Smart Home Specials auf Übergizmo zeige ich euch meine Lieblingsprodukte. Ich stelle euch die Produkte vor und gebe euch auch gleich passende Ideen wie euer Eigenheim ausgestattet werden kann.

Falls Ihr als noch ein Last Minute Geschenk für euch selbst oder eure Liebsten benötigt – trust me, I am a Nerd.

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Wir fangen leicht an.

Was benötige ich und was muss ich wissen?

Die Grundvoraussetzung für die Nutzung von Smart Home Geräten ist ein Smartphone oder Tablet, welches als zentrale Steuerungseinheit für die Geräte genutzt wird.

Zu den Anfangszeiten von Smart Home war es üblich die Geräte alle einzeln über Bluetooth mit dem Handy zu verbinden und zu steuern. Jedes Gerät hatte eine eigene App und konnte zunächst nur über diese gesteuert werden. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und zentrale “Steuerhubs” vereinfachen die Handhabung. Hierunter fallen beispielsweise das Apple Homekit, Google Assistent oder Amazons Alexa.

Diese Steuerhubs können entweder per Smartphone oder über Sprachassistenten bedient werden – also mit der Stimme (“Hey Alexa, mach das Licht an”).

Meiner Meinung nach ist das Thema Smart Home aber erst richtig interessant geworden, seitdem Sprachassistenten nun als zentrale Steuerung genutzt werden können. Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant sind wohl die bekanntesten und am meist verbreitetsten.

Apple verbaut seinen Sprachassistenten nur in Apples eigenen Homepod. Google und Amazon verfolgen einen etwas anderen Ansatz. Sie vertreiben einerseits selbst proprietäre (selbst entwickelte) Lautsprecher und andererseits werden ihre Sprachassistenten auch von Drittfirmen für deren Produkte genutzt.

Ein weiterer Begriff, der oft im Zusammenhang mit Smart Home fällt ist IFTTT. (“If this then That”). Das ist eine einfache logische Regel, die genutzt werden kann, um bestimmte Funktionsweisen eurer Geräte zu automatisieren. Auf Deutsch übersetzt heißt es einfach, wenn ein bestimmtes Ereignis passiert, so soll daraufhin etwas anderes reagieren. Ein paar Anwendungsfälle hierzu sind weiter unten aufgeführt.

Aber genug der Einführung. Jetzt schauen wir uns an, was mein Smart Home zu bieten hat.

1. Smarter WLAN Mesh Satellit: Orbi Voice

Quelle: Netgear

Orbi ist einigen Nutzern bereits als Mesh WLAN System bekannt. FürUnwissende wie mich (vor kurzem) kann man zwei WLAN Systeme unterscheiden. Das klassische WLAN und Mesh WLAN Systeme. Der Unterschied zwischen den beiden Systemen liegt in der Erweiterbarkeit der Systeme.

Bei „traditionellen“ WLAN Netzen kann die Reichweite über sogenannte Repeater erweitert werden, welche allerdings dazu führen, dass unter anderem die Bandbreite halbiert. Mesh WLAN Systeme stellen durch eine andere Funktionsweise ein stabiles Netzwerk auf ohne Qualitätsverluste.

Neben diesem Punkt gibt es natürlich noch mehr Vor- und Nachteile beider Systeme, aber dies soll für diesen Punkt erst einmal reichen.

Der Orbi Voice ist eine Art Verstärker oder auch “Satellit” für ein bestehendes Orbi Mesh System. Die Funktion „WLAN Verstärker“ ist aber nicht der Grund wieso dieses Produkt in diesem Artikel aufgeführt wird.

Der Orbi Voice integriert einen von Harman Kardon abgestimmten Lautsprecher, 4 Mikrofone und den Alexa Sprachassistenten. Die zusätzlichen Features und ein schickes Design verwandeln einen Router, welchen man sonst in der Ecke versteckt, in eure zentrale Steuereinheit für die smarte Wohnung.

Momentan funktioniert der Orbi Voice nur als Satellit für das Orbi Mesh System. Laut Herstellerangaben soll dies jedoch mit einem Update aufgebohrt werden, sodass Ihr den Orbi Voice als Satelliten für andere WLAN Systeme nutzen könnt.

2. Ich weiß was der Einbrecher letzten Sonntag getan hat: Logitech Circle 2

Quelle: Logitech

Ist ein längerer Urlaub geplant und Ihr habt Angst um euer Haus? Logitech hat hierfür eine Sicherheitskamera im Portfolio, welche sich in Euer Smart Home System integrieren lässt.

Die Circle 2 getaufte Smart-Cam lässt sich im Innenbereich und im Außenbereich installieren. Um Regen müsst Ihr euch keine Sorgen machen, da das Gerät wasserfest ist. Durch optionales Zubehör lässt sich die Kamera auch nahezu überall montieren.

Die Cam besitzt ein 180° Weitwinkelobjektiv, sodass Ihr auch alles was vor der Kamera steht erfassen könnt. Eine Full HD Auflösung mit exzellentem Bild auch bei Nacht ermöglicht es euch das Geschehen vor der Kamera immer verfolgen zu können. Ein eingebauter Lautsprecher ermöglicht eine zwei Wege Kommunikation mit der Person vor der Kamera.

Die Kamera nimmt bei Bewegungserkennung Videos auf und speichert diese kostenlos bis zu 24 Stunden in der privaten Cloud.

Des Weiteren lässt sich eine Benachrichtigung einstellen, so dass man alle Bewegungen auf der Kamera mitbekommt. Bei Nichtgebrauch kann die Kamera einfach per App aus und angeschaltet werden.

Die Logitech Circle 2 unterstützt Alexa, Google Assistent sowie Apple Homekit.

3. Alexa/Ok Google/Hey Siri, Schalte die Heizung an: tado Thermostat

Quelle: Tado


Tado ist ein Startup aus München, welches sich auf die intelligente Einbindung eure Haustechnik wie Klimaanlage oder Heizungen konzentriert.

Das interessantere Produkt für den deutschen Markt ist wohl die intelligente Vernetzung der Heizungen mit dem Thermostat von tado. Diese ermöglichen es eure Heizung über euer Smartphone zu steuern. Laut Herstellerangaben lassen sich die Heizkosten mit tado um bis zu 31 Prozent senken.

Mit dem Smartphone lassen sich nach der Installation der Thermostate die Temperatur ganz einfach per Smartphone steuern. Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs.

Ein einfaches Szenario wäre, dass ihr für ein verlängertes Wochenende wegfahrt und vergessen habt die Heizung von Stufe 5 auf 1 oder 2 zu schalten. Ein einfacher Klick in der App ermöglicht es beispielsweise, die Heizung runterzuschalten.

Die Steuerung von Geräten über das Smartphone macht die tado Produkte zwar smart, allerdings kommt der “große Trick” durch die optionalen Climate Assistant Skills von Tado. Hierunter fallen eine Zeitfunktion, Raumluftmessung, Steuerung durch Wettervorhersage und das Regulieren der Heizung bei einem offenen Fenster. Tado kann über Alexa, Google Assistent, Apple Homekit und IFTTT gesteuert werden.

4. Sesam öffne dich: Nello one

Quelle: Nello

Nello ist wie tado ein Startup aus München, welches sich auf ein anderes Gerät im Haus spezialisiert hat. Das Nello one soll eure Gegensprechanlage in der Wohnung / oder Haus zu einem smarten Gerät zu verwandeln.

Um ganz genau zu sein, betrifft dies nur die Türöffnungsfunktion der Gegensprechanlage. Hierzu installiert man einfach das Nello one an der Gegensprechanlage. Allerdings werden leider nicht alle Gegensprechanlagen unterstützt. Die Internetseite von Nello führt eine Kompatibilitätsliste mit allen Gegensprechanlagen die Nello unterstützt.

Nello ermöglicht es euch die Haustür in einem Miethaus mit dem Smartphone zu öffnen – das wisst ihr jetzt. Über Geofencing kann zusätzlich eingestellt werden, dass die Tür in einem bestimmten Zeitfenster automatisch aufgeht, falls sich das Smartphone in der Nähe der Wohnung befindet.

Es kann auch alternativ ein Zeitfenster angegeben werden, um zu bestimmen wann die Haustür automatisch öffnet. Feiert Ihr mal eine Feier oder ladet Freunde zum Abendessen ein: Es klingelt und eure Haustür macht automatisch auf.

Gutes Feature: Bei jedem Klingeln erscheint eine Push Benachrichtigung auf eurem Smartphone mit dem Hinweis, ob die Tür automatisch geöffnet wurde oder nicht.

Nello besitzt eine Alexa Unterstützung und kann mit einem iOS oder Android Gerät genutzt werden. Google Home sowie Apple Homekit werden nicht unterstützt.

5. Alte Fernsehgeräte per Smart Home steuern: Logitech Harmony Hub

Quelle: Logitech

Der Logitech Harmony Hub ermöglicht die Steuerung eures Fernsehers, Stereoanlage, Smart Home Geräte, Spielekonsolen und viele weitere.

Insgesamt sind mehr als 270.000 Geräte mit dem Harmony Hub kompatibel. Das ist mal eine Fernbedienung, die den Namen “universal” wirklich verdient hat.

Ob eure Produkte kompatibel sind, kann auf der Homepage von Logitech überprüft werden. Insgesamt können bis zu acht Geräte konfiguriert werden.

Das zugehörige Harmony Hub von Logitech lässt sich mit dem Computer, iOS oder Android Gerät nutzen. Zusätzlich unterstützt werden Alexa und IFTTT, somit lässt sich der Fernseher und die passende Anlage mit einem einfach „Alexa, Schalte den Fernseher an“ aktivieren. Des Weiteren gibt es noch optional die Harmony Fernbedienungen für Fernbedienungsnostalgiker.

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Die Funktionen reichen von Programmwechsel, Lautstärkeregulierung bis hin zur Steuerung von Euren Smart Home Geräten. Es lassen sich zudem über die App oder wahlweise die Fernbedienung einfache Automatisierungen einstellen.

Diese Funktionen des Harmony Hubs sind auch von unterwegs mit dem Smartphone steuerbar.

6. Sicherheit für das Heim Netzwerk: F-Secure Sense

Quelle: F-Secure

Ein Punkt, der oft vergessen wird ist die Sicherheit im heimischen Netzwerk. Smarte Haushaltshelfer können mittlerweile einfach als Eintrittstor in das heimische WLAN Netzwerk genutzt werden. Und schon wird euer Smart Home zum gläsernen Palast. Wer will das? Niemand.

Mit dem WLAN Router F-Secure Sense schirmt man deshalb unerwünschte Eindringlinge (bzw. deren Schadsoftware) ab und verhindert, dass Geräte mit Malware infiziert werden.

Der Router erkennt, welche Geräte mit dem Netzwerk verbunden sind und passt geräteabhängig dann eure Sicherheitseinstellungen an. Um die Sicherheit von den Smart Home Geräten sicherzustellen, wird der Datenverkehr eures Netzwerks überwacht.

Jedes ungewöhnliche Ereignis wird vom Router erkannt und eingehende Verbindungen werden geblockt. So bleibt euer Smart Home abgesichert gegen Angriffe.

Mein Tipp: Jeder, der sich Smart Home Produkte zulegt, sollte seine Sicherheit im Blick behalten.

Eine weitere Funktion ist übrigens die praktische Browsing Protection. Jede Website, die geöffnet wird, wird vorab auf Schadsoftware überprüft. Hierfür wird die Seite mit einer Datenbank abgeglichen, welche Malware verbreitende Websites enthält.

Versucht man eine Website zu öffnen, die dafür bekannt ist, Schadsoftware zu verteilen, blockt Sense das Öffnen der besagten Seite.

Das bieten die vorgestellten Produkte

Die vorgestellten Produkte können so viel. Aber das bringe ich hier gar nicht unter.

Deshalb gibt es hier ein Beispiel wie ein smarter Tag bei euch mit diesen Geräten aussehen könnte:

Durch ein Klingeln an der Haustür öffnet euch Nello im Winter schon einmal die Haustür. Sobald man in der Wohnung ankommt, registriert die Logitech Circle 2 Kamera eine Bewegung. Über eine Verknüpfung mit IFTTT kann eingestellt werden, dass das Licht (smarte Glühbirnen vorausgesetzt) eingeschaltet wird und auf dem Orbi Voice euer Lieblingslied gestartet wird. Dies ist nicht nur ein schönes Ritual zum nach Hause kommen, sondern schreckt auch Einbrecher ab.

Nachdem Ihr von eurer Wohnung so herzlich empfangen wurdet, könnt Ihr euch aufs Sofa setzen und ganz entspannt per Sprachbefehl euren Fernseher anschalten.

Über eine einstellbare Automatik im Harmony Hub lässt sich daraufhin auch ohne ein weiteres Wort zu nennen eure Sound Anlage anmachen, das Licht im Wohnzimmer dimmen und die Musik des Orbi Voice Lautsprechers stoppen.

Und falls es zu kalt oder heiß werden sollte, reguliert Ihr per Sprachbefehl ganz einfach die Temperatur eures Heizkörpers.

Ihr erwartet Besuch zum gemeinsamen Netflixen? Kein Problem! Ihr richtet entweder per Nello App ein Zeitfenster ein oder ihr öffnet per Alexa Sprachbefehl die Haustür.

F-Secure Sense sorgt letztlich dafür, dass kein Außenstehender Schabernack mit eurer Technik treibt. Ihr könnt also installieren, was ihr wollt, Sense schützt euch vor virtuellen Einbrechern.

Ausführliche Testberichte zu den oben genannten Produkten folgen in den kommenden Wochen.

Es gibt so viel mehr

Ich habe euch einmal bewusst 6 Produkte vorgestellt, die mich besonders begeistern. Natürlich wären jetzt noch Glühbirnen, Lautsprecher, Radios, Soundbars oder Luftbefeuchter diverser Hersteller zu nennen.

Aber: Erst einmal will ich wissen, ob euch der Beitrag gefallen hat und, ob ihr mehr davon wollt. Schreibt mir in die Kommentare.

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