Kommentar: Die German Comic Con ist ein Witz

German Comic Con

Letztes Wochenende habe ich über einen guten Freund ein Gratisticket zur deutschen Comic Con in München erhalten. Die Begeisterung war anfangs groß, ich kenne die Messe nur aus Bildern und aus den USA.

2016 war die Comic Con erstmals auch in Deutschland. Eigentlich kannte ich die Messe aus den USA, genauer aus der kalifornischen Stadt San Diego. Die gibt es dort seit 1970 und begeistert nicht nur mich, sondern tausende Besucher jährlich mit neuen Comics, tollen Eindrücken und einzigartigen Cosplays – selbst die Nerds der The Big Bang Theory sind regelmäßige Gäste der Fair und haben das natürlich auch in ihrer Serie verarbeitet.

Aber zurück nach Deutschland: Als Redakteur für Übergizmo habe ich noch nie eine Einladung zur Comic Con erhalten. Ergo war ich auch noch nie in den USA vor Ort. Als mein Freund mir das Gratisticket anbot, musste ich nicht zweimal nachdenken. Kostenloser Zutritt zu einer Messe meiner Träume  – und das direkt bei mir in München.

Am frühen Sonntagmorgen ging es hin, schließlich möchte man ja möglichst viel von dieser Exhibition mitbekommen.

Ein durchschnittlicher Flomarkt sieht besser aus

German Comic Con

Die Highlights für Fans gibt es am Wühltisch ab 25 Euro (Bild: Evernine Group)

Vor Ort angekommen, musste ich mich schon genau auf mein Navi verlassen. Erst als ich direkt vor der Adresse Lilienthalallee 29 in 80939 München, war (die Adresse der „German Comic Con“), wehten mir die Banner zu der Show für Comic-Begeisterte entgegen.

Aber gut, abgesehen von einer sehr umständlichen Parkplatzsuche, hatte ich es dann doch zum Ticketschalter geschafft.

Hier ging alles reibungslos. Ich bekam mein Gratisticket, konnte rasch den Eingang durchlaufen und erfreute mich im Vorbeigehen bereits an den ersten Kostümen der zahlreichen Besucher.

Die Enttäuschung beginnt, wenn man bereits bezahlt hat

German Comic Con

Bei solch einem spektakulärem Eintritt freut sich jeder Nerd über eine Messe. (Bild: Evernine Group)

Nun zugegeben, ich hatte ja für mein Ticket nichts zahlen müssen. Dennoch sprachen die Gesichter der anderen Besucher Bände.

Nach dem Einlass betrat man eine einzelne kleine Halle. Der erste Blickfänger war ein Stand mit jeder Menge alter Merchandise-Artikel. Erstmal kein Problem, eigentlich stehe ich auf so etwas.

Aber mit wenigen Schritten durch die Halle wurde klar: Es gab wurde überall nur altes Merchandise feilgeboten. Es sah aus wie eine Flohmarkthalle für Comic- & Anime-Fans. Kein einziger Comicbuchautor. Kein einziger Verlag. Keine einzige bekannte Markte, die hier ihr Gesicht zeigte.

Es gab ausschließlich kleine (sehr gut sortierte und freundliche – wohl gemerkt) Anbieter von Merchandise-Artikeln. Und das für (ab) 25 Euro – stolzer Eintrittspreis für einen Flohmarkt am Wochenende.

Auf der Suche nach dem Highlight

German Comic Con

Willkommen bei einer Messe, bei der ausschließlich die Besucher spannend waren. (Bild: Evernine Group)

Während ich also durch die Hallen schlenderte und mich erneut von den Gästen begeistern ließ (wirklich tolle Kostüme), langte ich nach circa fünf Minuten am Ende der Halle an.

Dort gab es eine Panel-Area. Also ein abgetrennter Raum für Ansprachen, Diskussionen & Co. Hier fand ich spannende Vorträge und durchaus prominente Redner.

Auf zu den Autogrammen

Aber was soll’s, das Panel mache ich später, dachte ich mir. Erst einmal will ich alles von der Messe sehen. So bin ich Richtung Ausgang gegangen und war verwundert, dass ich diesen so schnell fand.

Draußen auf dem Vorplatz der Halle, gab es dann doch einen Lichtblick. Es gab eine zweite Halle!

Voller Freude bin ich über eine Straße dorthin gelaufen. Easy Einlass, kein stressiges Anstehen.

Drinnen angekommen sprang mir aber das wohl traurigste Bild der Comic- / Nerd-Szene ins Auge:

Stellt euch einen Raum voller (mehr oder weniger) Prominenter vor. Beispielsweise Darsteller aus den ersten Star Wars Filmen, aber auch Comiczeichner und Künstler. Alle an einem Ort – toll! Eigentlich.

Aber dieser Raum war quasi vollkommen leer. Und die Berühmtheiten saßen dort am Rand an ihren Tischen. Teilweise mit sehr traurigen oder enttäuschten Gesichtern. Warum? Kein Mensch wollte hier ein Autogramm von den Damen und Herren. Warum? Die Signaturen kosteten im Schnitt um die 30 Euro. Für ein Autogramm – seriously?

Hinweis: Ich habe keine Ahnung, ob das bei der US-Comic Con auch so läuft, aber Geld für Autogramme sehe ich persönlich als No-Go. 

Alles hat ein Ende – für mich nach 30 Minuten

German Comic Con

Unser Chefredakteur Lenz Nölkel hatte auch schon einmal fröhlichere Selfies. (Bild: Evernine Group)

Nach diesem Erlebnis wollte ich nur noch nach Hause. Ich verließ also Halle Nummer 2, ging zu meinem Auto, fuhr 20 Minuten zurück ins Eigenheim und heulte mich erst einmal bei meiner Frau aus.

Im Anschluss machte ich mir einen Kaffee, ärgerte mich noch kurz, und nahm mir dann irgendeinen Comic mit auf die Terrasse. Was soll ich sagen: Der alte Comic (1. Band „The Walking Dead“) hat mir mitsamt Kaffee noch einen schönen Nachmittag beschert. Die German Comic Con hingegen (ohne einen einzigen Comic), werde ich so schnell nicht mehr besuchen – sorry!

Habt Ihr andere Erfahrungen gemacht? Schreibt gerne in die Kommentare. Das hier ist ein sehr persönlicher Kommentar eines enttäuschten Nerds.

Tags :Bildquelle :Evernine Group
  1. Es tut mir sehr leid, dass du diese negative Erfahrung machen musstest. Und ich bin froh, NICHT das Geld ausgegeben zu haben. Aber für die Stars tut es mir mega leid. Wie enttäuschend es sein muss.
    Ich gehe seit Jahren auf die GCC nach Dortmund und kann sagen, dass es dort nicht ganz so schlimm ist. Aber man merkt schon deutlich, dass es dem Veranstalter nur ums Geld machen geht. Jedes Jahr gibt es wieder etwas Neues über das man nur den Kopf schütteln kann.
    Warum ich noch hingehe? Gute Frage! Es gibt sonst quasi keine Convention die meine bevorzugten Stars holt.
    Geld für ein Autogramm zahlen? Für mich mittlerweile normal. Aber die Preise sind teilweise schon extrem.
    Und nun hat der GCC-Veranstalter auch noch Solingen übernommen.
    Es bleibt spannend…

  2. Also man muss wirklich sagen, dass die Münchner Comic Con ein einziger Witz war. Meine Freundin und ich haben es 1 1/2 Stunden „überlebt“, bis wir uns dafür entschieden haben in den Tierpark zu gehen. Im letzten Jahr aber war es tatsächlich tausend mal besser. Sandort der Comic Con war gegenüber in der Messehalle und verwendet wurden (glaube ich) zwei bis drei Hallen mit allem was sich das Comic-Fan-Herz begehrt. Auch die „Promis“ waren in der selben Halle und hatten immer eine gute Schlange Fans vor sich die alle mal mit ihrem Star sprechen wollten. Dieses Jahr war München leider ein kompletter Griff ins Klo und jetzt hoffe ich, dass es Ende September in Berlin nicht auch so enttäuschend wird. Die Fahrt aus der Oberpfalz in die Hauptstadt sollte sich schon lohnen.

  3. Ich habe die Comic Con in München nie besucht, da das nicht so meine Gegend ist. Dafür besuche ich aber regelmäßig die CC in Stuttgart. Die ist groß und bietet tolles Programm. Wenn die „Sternchen“ nicht gerade absagen, kommen auch coole Promis zu Besuch. Auch dort kosten Autogramme extra. Es gibt extra Tickets die man zu seinem Eintritt dazu kaufen muss um „Vip“ genug zu sein. Der Eintritt fürs gesamte Wochenende ist in Ordnung aber sobald es um die Autogramme geht, wirds teuer. Ich glaube, dass das leider normal ist. Allerdings bin ich bisher mit dem Aufbau und dem Programm der Messe zufrieden gewesen. Auch in Stuttgart gab es allerdings Promig Tische an denen kein Fan vorbeikam. vorbei kam und das tat uns dann ziemlich leid. Aber wir hatten dann ja auch kein Vip-Ticket, also auch nicht die Möglichkeit hinzugehen und zugunsten der Promis Interesse „vorzugaukeln“. Ziemlich schade! Trotzdem bin ich auch dieses Jahr wieder äußerst euphorisch dabei. Grüße

  4. Also in punkto bezahlen für autogramme ist ein no-go. Mhmmm, ist doch völlig normal. Meinst du die kommen umsonst hier her? Die haben auch ihre gage und wollen sich halt auch was dazu verdienen, dass ist doch auch in ordnung. 30 Euro für ein autogramm ist doch voll günstig, da gibts viel teurere. Wie gesagt, autogramme oder sogar fotos mit den stars muss man dafür extra abdrücken und ich finde das voll in ordnung. Überleg doch mal, was dein Autogramm über die jahre an wert steigt, da sind die 30 euro penauts. Das einzigste was ich nicht verstehe, jemand der so ein fan ist, dann aber nicht weiß welche sitten dort gepflegt werden und sich danach auch noch zu beschweren bzw sich darüber aufzuregen, und dies ist kein angriff, ist schon ein bischen selber schuld ;). Gehe doch einfach mal nach Stuttgart auf comic con, die wird mit Sicherheit besser werden :). Und abgesehen davon ist die szene bei uns noch relativ neu, in den usa hat sich auch klein angefangen

    Mfg goffu

  5. Wenn du keine Autogramm Geld ausgeben willst dann lass doch bleiben niemand zwingen dich dazu
    Ich hab 265 Fotos und Autogramme und ja hab dafür bezahlt

  6. Ich muss sagen, ich komme aus der Animeszene und bin nur auf Animecons unterwegs. Die Ehrengäste geben dort fürs Autogramm selbst kein Geld. Finde wie der Redaktor eigentlich ein No Go. Allerdings muss man bei den ein oder anderen Merch vor ort holen um ein Autogram zu bekommen. Das finde ich schon deutlich besser, da man hier quasi ein Produkt dazu holt, was so oder so kosten würde. Anfahrt, übernachtung und kleine Gage ( je nach „Promirang“ in der Animeszene) bezahlt die Con selbst. Ein WE Ticket bei den Mittel großen bis Großen Cons, kosten im Vorverkauf 30-60 Euro.) die meisten Cons sind cons von Fans für Fans also nicht auf profit aus oder als Verein jedeglich auf kleinen Kapital um zu Expandieren. Bin sehr froh, dass es nicht so ist wie in der west. Comicszene.

  7. >>Ich habe keine Ahnung, ob das bei der US-Comic Con auch so läuft, aber Geld für Autogramme sehe ich persönlich als No-Go. << Willkommen im Leben! Das ein Autogramm nichts kostet, war vielleicht mal vor 20 Jahren so, heutzutage sind 30€ noch billig. Du willst nicht wissen, wieviel ein Autogramm von den berühmteren Berühmtheiten kostet. Dafür kann sich deutlich mehr Merchandise kaufen, als nur ein bedrucktes Blatt Papier! Natürlich gibt es auch immer noch Leute, die kostenlos Autogramme geben, aber die sind eher selten auf großen Conventions zu finden.

  8. „Welcome to life“.
    GCC in Dortmund: Foto + Autogramm Charlie Sheen = 280 €.
    FedCon: Autogramm Richard Dean Anderson = bis zu 120 €.
    Da sind Deine 30 € eher die Untergrenze und vergleichsweise günstig.

  9. Die comiccon in Stuttgart ist letztes Jahr super gewesen. Tolle Panels, Stars von Game of Thrones, Black Sails, Deadpool,… Viele Zeichner,… Eintritt ist auch ok.
    Leider kosten Autogramme und Fotos auch dem Bekanntheitsgrad aufsteigend entsprechend… Das ist normal, denn sonst müsste der Eintritt höher sein.
    Aber mir persönlich reichen die Panels…
    Toby Stephens und Stefan Kapicic (kolossus in Deadpool) waren super… Auch der Todd- Darsteller (Scrubs) hat super zwischen den Panels animiert.
    Alles in allem war es das Geld wert.

    Schöne Grüße,
    Cassiopeia

    PS: ich wohne auch in München und fahre trotzdem lieber nach Stuttgart in eineinhalb Wochen…

  10. Ich kann sehr verstehen, dass dich das geärgert hat. Es kommt wohl sehr darauf an, mit welchen Erwartungen man auf so eine Comic Con geht. Ich persönlich gehe mit meinem Mann jeden Monat dort hin, da wir auf der Suche nach alten Spielen/Konsolen sowie alten Disneycomics und -filmen/-artikeln sind. Auch nehm ich mir gerne ein plüschiges Pokemon mit heim und gehe gern verkleidet hin, um mich dort mit anderen Cosplayern fotographieren zu lassen. Aber das war letztes Mal anaprechender. Es war alles größer, es kam mehr Licht in die Hallen und man traf mehr Leute. Das, was du über die Autogrammkarten schreibst, ist zugegeben sehr schade. Da sollte man wirklich kein Geld verlangen! Ansonsten gefällt mir die Comic Con persönlich, sodass ich nächstes Jahr gerne wieder hingehe. Allerdings ist der Eintritt, sofern man nicht ein Ticket von Freunden angeboten bekommt, wahnsinnig teuer..

  11. Ich bin auch null begeistert von der Münchner CC, gespannt bin ich jetzt auf die Stuttgarter am 29.&30.6.

    Diesjahr soll sie wohl auch kleiner werden… War letztes jahr schon en witzt.(29€ kostet hier sogar Eintritt)

    Sry 30€ für ein autogramm wäre mir auch etwas zu viel, es wäre schöner, man könnte ein shirt oder was kleines von den kaufen wovon man mehr hat und dann eine Gratis Unterschrift bekommen.
    So machen sie ja trotzdem geld.

  12. Stars fliegen nicht für Lau um die halbe Welt. Kostenlose Autogramme und Fotos gibt es nur bei einem zufälligen Treffen auf der Straße. Und da gilt: viel Glück!
    Meine Freundin und ich sind regelmäßig in Dortmund und Stuttgart. Auch Frankfurt stand schon auf dem Plan, war aber eher mager.
    Die GCC in Stuttgart ist m.M. nach immer noch die Schönste.

    Schade, wenn der größte Aufreger einer „misslungenen“ CC die Autogrammpreise sind. Die sollten jedoch nicht das Wichtigste sein, trifft man dort doch einen Haufen gleichgesinnter, die genauso krank im Kopf sind wie man selbst ;)
    Ich finde es auch etwas schwach sich über etwas zu ärgern, zu dem man keinen Vergleich hat… Oder?

  13. Hi! Deine Erfahrung hört sich ja schon ziemlich enttäuschend an und überscht mich echt, weil ich von München mehr erwartet hätte.
    Aber weißt du was? Die Hoffnung für Deutschland ist noch nicht verloren, aus eigener Erfahrung versichere ich dir, dass es in Stuttgart ganz anders aussieht. Ja, Geld für Autogramme wird auch hier verlangt, aber mehr als genug Leute interessieren sich trotzdem für die Prominenten und es gibt drei Messehallen, die bis zum Rand mit unterschiedlichsten Ständen gefüllt sind und beinahe vor Menschen platzt. Ich habe davor nich nie soviele Menschen an einem Ort gesehen
    ..
    Die Stände sind weniger von Privatverkäufern, als mehr von offiziellen Händlern, die aus anderen Ländern, vor allem Japan angereist sind, viele Verlage sind da und haben ihre Stände aufgebaut und auch Unmengen an talentierten Comic und Manga Zeichnern denen man über die Schulter schauen kann. Auch Essen aus jedem vorstellbaren Land kann man dort finden, ich war dort jetzt drei Jahre hintereinander und jedes einzelne Jahr hat sich für mich mehr als gelohnt! :)

    Also, bevor du die Hoffnung komplett aufgibst, besuch uns am 29. und 30. in Stuttgart, ist ja auch nicht weit von hier. :)

  14. Hi! Deine Erfahrung hört sich ja ziemlich enttäuschend an und überracht mich echt,; von München hätte ich mehr erwartet…

    Aber weißt du was? Die Hoffnung für Deutschland ist noch nicht verloren, aus eigener Erfahrung versichere ich dir, dass es in Stuttgart ganz anders aussieht. Ja, Geld für Autogramme wird auch hier verlangt, aber mehr als genug Leute interessieren sich trotzdem für die Prominenten und es gibt drei Messehallen, die bis zum Rand mit unterschiedlichsten Ständen gefüllt sind und beinahe vor Menschen platzten! Ich habe davor noch nie soviele Menschen an einem Ort gesehen…

    Die Stände sind weniger von Privatverkäufern, als mehr von offiziellen Händlern, die aus anderen Ländern, vor allem Japan, angereist sind; viele Verlage sind da und haben ihre Stände aufgebaut und auch Unmengen an talentierten Comic und Manga Zeichnern denen man über die Schulter schauen kann. Auch Essen aus jedem vorstellbaren Land kann man dort finden; ich war dort jetzt drei Jahre hintereinander und jedes einzelne Jahr hat sich für mich mehr als gelohnt! :)

    Also, bevor du die Hoffnung komplett aufgibst, besuch uns am 29. und 30. in Stuttgart, ist ja auch nicht weit von hier. :)

  15. Richtig unfaire Review von jemandem, der keine Ahnung von der Comic-Szene hat und das auch in jedem zweiten Satz kundtut, und der offenbar die San Diego Comic Con in München erwartet hat.

    Die Location ist super einfach zu finden, und es gab jede Menge Parkplätze direkt vor der Messehalle. Zu behaupten, es wäre nur „altes Merchandise“ angeboten wurden, ist schlicht und einfach eine Lüge. Die Halle quoll nur so über von Fan-Artikeln (alle nagelneu selbstredend) mit allem, was das Fan-Herz begehrt. Comics, Kostüme, Schwerter, Masken, Funko-Pops, Action-Figuren, Blu Rays, Tassen, Kissen, alles, was man wollte.

    Es waren natürlich auch Comic-Autoren da (zum Beispiel die sehr talentierte und nette Cristin Wendt), mit denen man reden konnte und die einem – kostenlos – Comics signiert und mit netten Sketches versehen haben. Dass der werte Herr Autor die Szene nicht kennt und demzufolge die Künstler nicht erkennt, ist wohl kaum die Schuld der Comic Con, sondern die schlampige Vorarbeit eines 2-Cent-pro-Wort-Schreiberlings.

    Dass Künstler für ein Autogramm oder ein Foto Geld nehmen, ist ebenfalls absolut normal und für „ältere Stars“ (denke: KULT-Stars) oft eine wichtige Einnahme-Quelle. Für umme reisen die auch nicht aus den USA hierher. Und da war eine Menge geboten. Lena Heady, Robert Englund, Mark Benett, Dominic Purcell…kennt der Autor vermutlich alle nicht, sind aber in der Comic- und Nerdszene bekannte Namen.

    Der Autor besitzt außerdem die Unverschämtheit, sogar zuzugeben, dass er nur 30 Minuten investiert – eine Zeit, in der man maximal einmal durch die Zenith-Halle hetzen kann. Der Typ hat sich NICHTS angesehen, hat NULL Wertschätzung für die Szene und erdreistet sich, seinen völlig unqualifizierten Müll hier abzusondern.

    Absolute Frechheit – sowohl die oberflächliche, empathielose und vor allem ahnungslose Review, als auch dass solche Schmierfinken überhaupt eine Plattform bekommen, sich zu äußern.

    Wer echte Eindrücke will, schaut sich die Videos der Comictuber an, die sich wenigstens mit der Materie auskennen.

    Normal ärgere ich mich nicht über irgendwelche Texte im Netz, aber auf so einen saudummen Text musste ich jetzt tatsächlich antworten.

  16. Ich persönlich bin von der comic con in Stuttgart die ich nun seit 2016 jedes Jahr besuche immer sehr begeistert gewesen. Man muss diese ja auch von denen in München, Frankfurt, Dortmund etc. Unterscheiden da dort die German comic con und in Stuttgart die comic con Germany stattfindet. Es also zwei unterschiedliche Veranstalter sind und der der Veranstalter der comic con Germany offenbar eine wesentliche bessere Messe abliefert

  17. Endlich mal jemand, der sich mit dem Thema um diese Veranstaltung auseinander setzt.

    Dieser Veranstalter, der ja eben alle „GERMAN COMIC CONS“ macht, hatte damals 2016 super angefangen. Von Jahr zu Jahr wurde das alles katastrophaler. Da ich Conventions irgendwann als Plattform für meine Kunst genutzt habe, habe ich vor drei Jahren die erste „Comic Con Germany“ in Stuttgart besucht. Diese ist von einem anderen Veranstalter, welche sich von Jahr zu Jahr VERBESSERT hat, da sie sich erstens mit den Zeichnern aus der Artist Alley beschäftigt und auch nach der Veranstaltung mit uns im ständigen Austausch bleibt. Man verlangt Feedback von uns, was sie besser machen können. Desweiteren legen sie Wert darauf, die Cosplayer- nicht unbedingt mein Gebiet- in die Mitte zu nehmen, denn das sind nun mal die meisten Kunden und die Zielgruppe. Die Comic Con Germany hat in den letzten vier Jahren nur eine einzige Stadt genutzt: Stuttgart. Und das bedeutet für mich, dass der Veranstalter Qualität vor Quantität stellt- im Gegensatz zum Münchner Veranstalter, der in den letzten Jahren nicht nur viel mehr Städte auf den Plan stellt, aber sich NULL mit der Materie selber zu beschäftigen scheint.

    Ich war vorletztes Jahr im Dezember in Dortmund mit einem Künstlerstand auf seiner Veranstaltung, um ihm noch eine letzte Chance zu geben. Der Samstag war nicht so hinzunehmen. Es sollen wohl mehr Hallen angemietet worden sein, als am Ende genutzt worden sind, und so kam es beinahe zu einer Massenpanik. Dazwischen kleine Kinder und kaputte Stände, die angerempelt worden sind. Desweiteren kamen aufgrund der Überfüllung dazu, dass Leute, die ONLINE ihre Tickets bereits gekauft haben, nicht mehr reingekommen ist, weil man anscheinend so geldgierig war und noch mehr Tickets an den Kassen verkaufen wollte. Und das war der Punkt, wo ich einen Cut zu diesem Veranstalter gemacht habe. Jemand sagte, er habe die dritte Halle geschlossen gehalten, weil er Reinigungskosten sparen wollte. Das Ende vom Lied war dann, dass das Ordnungsamt oder die Feuerwehr ihm angedroht hat, am Sonntag die dritte Halle zu öffnen oder man würde die Veranstaltung komplett schließen müssen. Diese Veranstaltung ist ein Mist.

  18. Ich kann deine Enttäuschung sehr gut verstehen. Ich per persönlich habe den Vergleich der beiden Veranstalter der Comic Con.
    War zwar noch nicht in München, aber 2016 in Dortmund, ebenfalls 2016 und 2017 in Stuttgart.
    Meine Wahl wird immer wieder auf Stuttgart fallen.
    Warum?
    Die Antwort ist einfach. Viele Comiczeichner, Comic Verlage, die große Lego-Ausstellung, die dieses Jahr auf der Empore Platz finden wird, und natürlich auch Stargäste.
    Klar gibt es Autogramme und Fotos nicht umsonst. Für die Stargäste ist das Arbeit, die entlohnt werden will.
    Und last but not least die freiwilligen Helfer, die immer hilfsbereit und freundlich sind. Außerdem wissen die was sie tun. Diesen Eindruck hatte ich bei den Helfern in Dortmund, gleicher Veranstalter wie in München, nicht.
    Wie gesagt, das ist mein subjektiver Eindruck.
    Wir werden uns dieses Jahr von Niederbayern wieder auf den Weg nach Stuttgart machen, und freuen uns, schon sehr auf die Comic Con am 29.-30.6.

  19. Dieser Kommentar ist ein Witz und dazu so deutsch.
    „Ich habe Eintritt bezahlt jetzt sollen die Affen tanzen! “ offensichtlich ist nicht nur für Autogramme bezahlen ein „no go“ (die 90er haben angerufen und wollen ihre kack Vormulierung zurück haben) sondern auch sich vorher zu informiere.

    Mega lächerlich.

  20. In einem haben Sie Recht – Die Deutschen Comic Cons sind ein Witz.

    Mit allem anderen liegen Sie aber so meilenweit daneben, dass es als regelmäßiger Con Goer schon ein bisschen weh tut. Geld für Autogramme, Photo OPs und Selfies zu verlangen ist völlig normal, schließlich werden die Schauspieler von der Convention Organisation gebucht, müssen eine Gage zahlen, für Transport sowie Hotel und Verpflegung aufkommen. Also von irgendwo her muss das Geld ja auch wieder reingeholt werden, denn für die Schauspieler ist es nichts anderes als ein Job. Ein Job, den sie gerne machen, aber nichtsdestotrotz wollen sie dafür bezahlt werden dass sie extra aus den USA einfliegen.

    Fragen Sie mal was Leute im Supernatural Fandom für Preise auf einer Convention bezahlen. Die Preise dort sind seit einigen Jahren so in die Höhe geschossen, dass die Fotos mit den Hauptdarstellern dort mehr kosten als zb ein Sebastian Stan auf einer Comic Con.

  21. Also um mich hier kurz zu fassen und es auf den Punkt zu bringen. München flop Stuttgart top. War schon auf beiden Cons und München sieht mich nie wieder. Stuttgart war Mega und ich freue mich schon drauf.

  22. Also… Ich muss gestehen… Ich war in meinem Leben noch nie auf einer CCON und du kannst dir nicht vorstellen wie unglaublich ich mich freue am 30.06 auf diese in Stuttgart zu gehen… Du hattest mir anfangs wirklich extrem große Angst eingejagt, weil ich dachte, dass die in München genau so „schlecht“ wäre wie in Stuttgart…bis ich die Kommentare gelesen hatte…
    Hör zu: Ich kann verstehen wenn man wirklich enttäuscht ist. Ich hatte schon öfter Momente im Leben die mehr als nur schief gelaufen sind aber versuch doch das nächste Mal einfach das Beste zu machen. Weißt du wie toll es ist, andere Leute kennen zu lernen die genau die selben Interessen wie du pflegen?
    Autogramme für die man zahlen muss… Das „flohmarktartige“ Feeling…. Die Leere die da vllt vorhanden war…. Klingt echt nicht so wie man es sich überhaupt vorstellt, aber es ist besser als nichts oder? Oder wäre dir eine komplett Leere Lagerhalle mit grade mal fünf Menschen lieber gewesen? Ernsthaft. Ich würde mich nicht drüber aufregen sondern das beste draus machen und mich freuen, dass ich überhaupt kostenlos rein gekommen bin.
    Ich hatte dann doch tatsächlich auch das Glück, dass die Großmutter meiner Freundin mir dieses Ticket geschenkt hatte, weil sie mir was Gutes tun wollte… Andererseits hätte ich aber auch zahlen müssen und ja…
    Wenn die Leute schon alle schreiben, dass die in Stuttgart besser ist, dann komm das nächste mal einfach dort hin und dann schauen wir mal, was du danach sagst.

  23. Hallo!

    Also ich war letztes Wochenende auch dort…beide Tage!
    Und ich muss sagen, ich hatte riesen Spaß. Die Stars mit denen ich gesprochen hatte, waren super freundlich und wirkten nicht genervt auf mich…
    Und zur zweiten Halle zum Glück war diese nicht zu voll…denn wo ich durch gelaufen bin waren so viele Besucher drin…da das super gepasst hat!

    Und was ich gar nicht verstehen kann…endlich kommt die Gelegenheit eine Comic Con in der Nähe zu haben…wo auch wirklich super Schauspieler kommen…und dann können die Leute nur alles schlecht reden…ich finde das einfach nicht richtig…man sollte halt auch die positiven Dinge sehen…

    Aber alles im allem…ich hatte meinen Spaß und freue mich jetzt schon riesig auf nächstes Jahr!!!

  24. Die ComicCon in Köln ist nicht besser…Ermäßigter Eintritt bei 28€ knapp für einen schäbigen Flohmarkt.

    Tipp:

    30€ in den Schreddern werfen = mehr erlebnis als hier…

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