Need For Speed Heat im Test (Xbox One): Open World für Zwischendurch

Need For Speed Heat ist mit Vollgas auf Konsole & PC gestartet. Aber was bietet der 25. Teil des Klassikers? Wir haben Heat im Kampagnenmodus für euch auf der Xbox One getestet.

Eines gleich vorab: Need For Speed Heat ist kein Forza, kein GTA und schon gar kein Dirt. Das will der Titel auch gar nicht sein. Wo die anderen Games sich in hochwertiges Rollenspiel oder exakte Rennsimulation einreihen, ist Heat (endlich mal wieder) ein „klassisches“ Need For Speed.

Mit viel Lärm, bunten Farben, flotten Karren und einem guten Musik-Mix geht es ab auf die Piste.

Erste Schritte mit Need For Speed Heat

Need For Speed Heat

Du bist ein Nobody – im Game & in der Story. (Bild: Ubergizmo)

Aller Anfang ist leicht gemacht. Ihr landet in Palm City, seid ein Nobody. Ihr wählt einen von gut 10 Charakteren aus und los geht es. So random wie das klingt, beginnt auch die Story.

Ihr seid eben „einfach da“ und wollt Autorennen fahren. Ihr trefft auf einen altgedienten Rennfahrer, der heute brav ist und nur noch Autos repariert und verkauft. Dieser vernetzt euch sofort mit all seinen Freunden, damit Ihr euer Auto pimpen und neue Rennen antreten könnt. Ergo: Ihr seid einfach die Vertrauensperson per se und seid sofort Teil der Community.

Sofort dabei im Rennspaß

Need For Speed Heat

Deinen Traumwagen gibt es sofort, aber er kann noch nicht viel. (Bild: Ubergizmo)

Und los geht es. Mit euren letzten Dollar besorgt Ihr euch einen mittelmäßigen Schlitten und geht raus auf die Straße. Die ersten Rennen sind schnell gemacht und Ihr bekommt ein paar weitere Dollar für euren ersten Nitro, neue Reifen und mehr.

Aber nicht so schnell: Alle Teile und alle Rennen gibt es nicht. Denn zwar seid ihr sofort mitten im Geschehen, aber nicht jeder lässt euch mitfahren oder will euch etwas verkaufen. Hier braucht es Trust und den gibt es nur nachts!

Bei Nacht beweist ihr, dass ihr der Babo seid

Need For Speed Heat

Bei Nacht bist du der King, wenn du dich nicht erwischen lässt. (Bild: Ubergizmo)

Während ihr tagsüber euer Geld mit legalen Rennen verdient, geht es nachts heiß zu. Hier beweist Ihr in illegalen Straßenrennen, dass Ihr zu den „Großen“ gehört. Ihr arbeitet an eurem Trust in den verschiedenen Clans und könnt euch als wahrer Gewinner Ehre verdienen.

Die Ehre wird euch allerdings erst zugeschrieben, wenn ihr die ganze Nacht überlebt habt. Solltet Ihr zwischendurch etwa von der Polizei gefasst werden, dann ist es aus mit der Ehre.

Die liebe Polizei, dein Freund & Schläger

Need For Speed Heat

Du stehst einfach nur am Straßenrand? Selbst bei Tag identifiziert dich die Polizei vom bloßen Anschauen. (Bild: Ubergizmo)

Die Polizei bekommt in Need For Speed Heat einen ganz neuen Charme. In Palm City findet alljährlich das große Rennen statt, zu dem ihr extra angereist seid. Aber die Polizei weiß, dass auch viele schwarze Schafe vor Ort sein werden.

Also gründet das Department eine eigene Unit, die sich mit illegalen Rennen befasst. Und die hat es in sich. Neben flotten Sportwagen mit Blaulicht gibt es auch flotte Sprüche und ordentlich Prügel für die nächtlichen Fahrer. Wer sich bei Heat also beweisen möchte, der flüchtet vor der Polizei.

Open World für Zwischendurch

Need For Speed Heat

Eine großartige Welt ohne Leben. (Bild: Ubergizmo)

Need For Speed Heat setzt mit seiner großen Landkarte auf ordentlich Fahrmeilen. Das macht mitunter auch richtig Spaß – die Grafik ist super, die Bezirke größtenteils abwechslungsreich.

Dennoch wirkt die Welt etwas „leer“. Außer ein paar (wenige) andere Straßenteilnehmer begegnet euch nichts. Und damit verspielt Heat aus unserer Sicht etwas sein Potential. Denn klar, das Game ist ein Renntitel, aber wenn ich mir schon eine so aufwändige Landkarte aufsetze, dann kann ich doch noch ein bisschen mehr „Leben“ erzeugen. Nun gut, jedem das Seine.

Open World ja, aber für Erkundungen oder „Erlebnisse“ weniger geeignet. Außerdem können die Fahrten zwischen einzelnen Stops teilweise auch richtig Zeit fressen.

Unser Fazit zu Need For Speed Heat

Need For Speed Heat ist vor allem eines – bunt & laut. Wer auf den virtuellen Straßen mal so richtig seinen V12 aufheulen lassen und bei krassem Hip Hop durch die Straßen ziehen möchte, ist hier genau richtig. Fame, Geld und spannende Rennen mit einer guten KI als Konkurrenten machen richtig Laune. 

Für eingefleischte Fans ist Heat aus unserer Sicht ein must have. Für Gelegenheitsspieler wird Heat einige Stunden Freude bereiten und im Online-Modus sicher auch richtig Fun bringen. Wer allerdings lieber auf echte Open World oder echte Simulation steht, ist bei den Titeln die wir eingangs genannt haben besser aufgehoben.

Im Rank bekommt Heat von uns 3,5 Sterne. Abzüge gibt es für die ziemlich unkreative Story sowie die nicht zu Ende gedachte Open World. Dennoch ist der Titel ein willkommener 25. Teil in der langen Need For Speed Historie. 

Need for Speed Heat (Xbox One) im Preisvergleich:

 

Tags :Bildquelle :Screenshots via Xbox

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